Das Stollensystem der gesamten Bergwerksanlage „Grube Wohlfahrt / Schwalenbach“


Als in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts auf „Wohlfahrt“ die Erzvorkommen zur Neige gingen, verlagerte man den Abbau auf andere, bereits bekannte Erzgänge bei Schwalenbach. Dort hatte man schon in früheren Zeiten nach Bleierzen geschürft, musste aber wegen großer Probleme mit Wasserzutritten immer wieder aufgegeben.
Mit neuen Technologien wie Dampfmaschinen, Strom-Generatoren und Pumpen hatte man bereits 1880 auf dem Betriebspunkt Schwalenbach mit der Gewinnung von Bleierzen begonnen. Ab 1893 waren dann die beiden Betriebsteile „Schwalenbach“ und „Wohlfahrt“ durch einen etwa 2,5 km langen Stollen unterirdisch verbunden. Der „Tiefe Stollen“ war zu diesem Zweck im Bereich der alten „Grube Wohlfahrt“ für den Betrieb einer Grubenbahn erweitert worden und wurde zum Erztransport und zur Entwässerung beider Grubenteile benutzt. Im Laufe der Jahre entstand so eine ausgedehnte Grubenanlage, auf der bis zu einer Teufe von etwa 480 m unter der Tagesoberfläche Erze abbaut wurden.