„Lichtlöcher“

„Lichtlöcher“ nennt man die senkrechten, engen Schächte, die auf dem Niveau des „Tiefen Stollens“ enden. Der Name stammt aus der Bergmannssprache und hat nichts mit der Beleuchtung des Stollens zu tun.

Die meisten der ursprünglich 22 „Lichtlöcher“ der Grube wurden bereits im 16. Jh. angelegt und wurden für den Vortrieb des alten Wasserlösungsstollens gebraucht, der im ausgehenden Mittelalter bereits das Grubenfeld entwässerte. Sie dienten der Bewetterung (Belüftung) und als Arbeitszugang beim Bau des alten Stollens. Diese alten Bauschächte sind zwischen 8 und knapp 50 m tief und nur 1 x 1 m weit.

Die meisten dieser engen Schächte sind heute nicht mehr zugänglich. Nur die mit 2 und 3 auf der Karte des Stollensystems bezeichneten Lichtlöcher wurden wieder geöffnet. Eines davon dient heute als Notausstieg. Das Lichtloch 5 stammt aus dem 16. Jh. und kann bei den Führungen im Besucherbergwerk „Grube Wohlfahrt“ von unten aus besichtigt werden und zwar:
An jedem Tag im Jahr um 11.00; 14.00 und 15.30 Uhr. (außer Heiligabend und 1. Weihnachtstag)